Positronen-Emissions-Tomographie (PET)

ein neues bildgebendes Verfahren, das der Nuklearmedizin zugerechnet wird, unterstützen. Ohne die Bereitstellung dieser speziellen Radiopharmaka kann PET nicht durchgeführt werden (ähnlich der Situation beim Röntgen – Kontrastmittel).

Die PET ist als einziges diagnostisches Verfahren in der Lage, den Stoffwechsel im Körper „sichtbar” zu machen.

Anders als bei allen sonstigen bildgebenden Verfahren wird durch die PET die Funktionalität eines Gewebes dargestellt. Noch bevor sich Krankheiten klinisch manifestieren, können Anzeichen für diese Erkrankungen mit der PET bereits im Bereich von biochemischen (Stoffwechsel-)Veränderungen aufgezeigt werden. Der behandelnde Arzt ist somit in der Lage, geeignete Maßnahmen in sehr frühen Phasen von Krankheiten zu ergreifen, welche deren Behandlung verkürzen oder idealer Weise den massiven Ausbruch einer Krankheit sogar verhindern können.

Die Medizin der Zukunft wird insbesondere die Diagnostik und Prävention forcieren, um Kosten zu sparen und möglichst effizient gegen Krankheiten, ob bereits ausgebrochen oder idealer Weise schon vorher, ankämpfen zu können. Früherkennung von Parkinson, Alzheimer oder Epilepsie (unter anderen) noch vor ihrem Ausbruch wird durch die PET möglich.

Mittel- und wahrscheinlich auch langfristig ist keine Alternative für die PET in Sicht. Nanoroboter und ähnliche Technologien befinden sich in einem so frühen Forschungsstadium, dass mit einem routinemäßigen Einsatz innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte nicht zu rechnen ist.

Die Herstellung von radioaktiven Arzneimitteln für dieses Spezialgebiet der Medizin erfordert konzentriertes Know-How im Bereich der RADIOCHEMIE.

Eine Vielzahl von Produkten kommen für die PET – Diagnostik in Frage. Hauptprodukt und als Arzneimittel zugelassen ist 18F-FDG (kurz „FDG“), ein radioaktiv markierter Zucker, der heute weltweit in der PET zur Lokalisierung von Tumoren angewendet wird.

 

pet-01

PET-Scanner der Firma Siemens (ECAT)