Marktentwicklung in Deutschland

Derzeit werden in Deutschland rund 130 PET – Zentren betrieben, jedoch mit sehr unterschiedlichen Mengen an benötigter Aktivität/Patientendosen.

Insbesondere große Kliniken und Universitäten – hier wiederum diejenigen mit eigenen Zyklotronen – liegen bei der durchschnittlichen Anzahl täglich benötigter Dosen FDG deutlich über denen kleinerer Häuser und privater Betreiber von PET – Scannern. Der Grund dafür ist sehr gut aus der Tabelle „PET in der Onkologie – Deutschland und Europa im Vergleich“ zu erkennen – noch bezahlt das deutsche Gesundheitswesen ausschließlich bestimmte Untersuchungen zum Lungenkarzinom.

Private Patienten, die sich eine PET – Untersuchung aus eigener Tasche leisten, sind rar (nur in einigen Regionen Deutschlands wie in den Großräumen Stuttgart, München und Hamburg/Lübeck liegt der Prozentsatz der privaten Zahler deutlich über zehn Prozent).

Eine umfangreiche Ausweitung der Erstattung für die PET wird in Deutschland derzeit heftig diskutiert, allerdings ist ein Ergebnis nicht unmittelbar zu erwarten. Vertreter der Nuklearmedizin rechnen mit einer ersten Indikationserweiterung 2009, eine nächste sollte bis 2011 folgen.

Akutelle Marktposition der deutschen Zyklotronbetreiber nach Kundenumsätzen in Deutschland:

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Verhalten der „Global Players“ im europäischen PET – Radiopharmaka – Markt

In den drei zurückliegenden Jahrzehnten wurde der Markt “konventionelle Nuklearmedizin“ im Wesentlichen von den Unternehmen Tyco, Amersham, Schering und Nordion bedient, die jeweils in Europa Produktionsstätten für lagerfähige, langlebige Isoptope / Radiopharmaka betreiben. Die Herstellung von kurzlebigen Radiopharmaka gehörte nicht zu deren Fokus. Der Bedarf an insbesondere FDG in Europa hat zur Gründung verschiedener Gesellschaften und zum Aufbau kleinerer Netzwerke geführt.

In Europa ist Tyco in Amsterdam tätig und bedient den Markt in den Niederlanden. Amersham, jetzt GE Healthcare, ist in Italien mit der Herstellung von PET – Tracern geringfügig aktiv.

Der Grund für das verhältnismäßig geringe Engagement der Global Players im Bereich PET – Radiopharmaka ist einfach: dezentrales Agieren und Arbeitszeiten von Mitternacht an beziehungsweise rund um die Uhr, wenn in einer Produktion Probleme auftreten, passen nicht in die fixen und durchaus behäbigen Ablaufschemen der großen Konzerne, die von wenigen Produktionsorten weltweit Kunden in der Nuklearmedizin ohne aufwendige Logistik (kein Zeitdruck!) mit langlebigen Radiopharmaka versorgen. Diese Unternehmen sind nur am Kauf bestehender und gut funktionierender Organisationen interessiert, die sie komplett übernehmen können.

Auch in den nächsten Jahren werden nicht die großen Konzerne wesentliche Impulse im europäischen PET – Geschäft setzen – es liegt an den kleinen und mittleren Unternehmen, sich durch disziplinierte Arbeit, richtige Strategie und rasche Zulassung neuer PET – Tracer in den europäischen Vordergrund zu spielen. Im Folgenden sind noch einige europäische Mitbewerber aufgeführt, die seit Längerem im Markt auftreten und zu denen es Kontakte gibt.